1. Station:
Pforte Pilgerkloster

Das Franzikusfenster von Christian Göbel

Die erste Station des Franziskusweges ist ein Fenster, welches viele Jahre den Flur des Franziskanerklosters zierte.

Der Heilige Franziskus und sein Sonnengesang

1. Station: Pforte Pilgerkloster

 

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und
jeglicher Segen.

Historischer Ort

Das Wallfahrtszentrum: ehemaliges „Franziskanerkloster“
und heutiges Pilgerkloster

Kurz vor dem Baubeginn der heutigen Wallfahrtsbasilika erfolgte in den Jahren 1903-05 auch die Errichtung des neuen Klosters, das wie die Kirche von Wilhelm Sunder-Plaßmann geplant und ausgeführt wurde und sich an die Nordseite des Chorbereiches anschließt. Die nach Westen ausgerichtete Schauseite zeigt ein dreistöckiges Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoss. Die Fassade wird durch drei Spitzgiebel gegliedert, deren äußere jeweils ein steinernes Kreuz ziert.  

Hier lebten und arbeiteten von 1905 bis 2019 Franziskanerbrüder und –patres, deren Hauptaufgabe die Wallfahrtsseelsorge war. Zugleich war das Gebäude von 1929 bis 1998 Sitz der Sächsischen Franziskanerprovinz sowie des Kommissariats des Heiligen Landes. In der Nachbarschaft befanden sich der Dietrich-Coelde-Verlag und das Völkerkundemuseum „Forum der Völker“, das auch nach dem Abschied der Franziskaner in Werl verblieben ist. 

 

Mit dem Übergang der Wallfahrtsseelsorge an das Erzbistum Paderborn am 1. September 2019 erfolgte durch dieses auch die Übernahme des Klosters. Bereits zuvor war ein neues Nutzungskonzept erarbeitet worden, das umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten erforderlich machte. Diese wurden unter der Leitung des Werler Architekten Nils Oetterer 2019-21 ausgeführt. Ein äußeres Zeichen dieses Neubeginns ist die 2020 über der ehemaligen Klosterpforte aufgestellte Statue des Paderborner Diözesanpatrons St. Liborius. Hier zuhause sind jetzt die Wallfahrtsverwaltung mit zwei Priesterwohnungen sowie einer Pilgerherberge mit etwa 80 einfachen Übernachtungsmöglichkeiten und einem großen Pilgersaal, das Büro des Dekanates Hellweg und der Konvent der Werler Ursulinen.